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Provenienzforschung – und dann? Zur Herkunft der Kunstwerke in musealen Sammlungen
Linda Hacka
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Museum Barberini, Potsdam
Gesprächsleitung: Franziska Bomski, Potsdam

Mit der Washingtoner Erklärung verpflichtete sich u.a. auch Deutschland 1998 moralisch dazu, in seinen Museen, Archiven und Bibliotheken nach Kulturgütern zu suchen, die Verfolgten des NS-Regimes zwischen 1933 und 1945 unrechtmäßig entzogen wurden, und in Bezug auf die Rückgabe oder angemessene Entschädigung eine »gerechte und faire Lösung« mit den ehemaligen Eigentümer*innen oder deren Erben zu finden. In zahlreichen sammlungsführenden Kultureinrichtungen sind seitdem Provenienzforscher*innen damit beschäftigt, die Herkunft der Objekte möglichst lückenlos zu rekonstruieren, um damit die Entscheidungsgrundlagen für einen verantwortlichen Umgang mit den Kulturgütern im Sinne der Washingtoner Erklärung zu liefern. Doch was geschieht, wenn sich die Erwerbungsgeschichte – besonders für die Zeit des Nationalsozialismus – nicht mehr eindeutig anhand von Quellen nachweisen lässt? Der Vortrag geht der Frage nach, welche Wege Museen und Erben von Geschädigten in solchen Fällen gegangen sind und zu welchen Ergebnissen sie dabei in den vergangenen Jahren gelangten.
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