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Salon: Gaming – Kunst oder Kinderspiel?
Mit einem Jahresumsatz von weltweit 159 Milliarden Euro, davon allein in Deutschland 6 Milliarden, ist die Gaming-Branche ein boomender Wirtschaftsfaktor. Das Produktionsbudget der teuersten Videospiele liegt in der Größenordnung von Hollywood-Blockbustern, ihre Reputation als reine Kindersache, Spielerei oder bloße Gewaltverherrlichung allerdings deutlich darunter.
Als künstlerische Kreationen oder gar als eigenes Kunstgenre werden Videogames bislang weniger wahrgenommen. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche überaus kreative, ästhetisch wie inhaltlich anspruchsvolle Games. Ihre Gestaltungsprozesse ähneln denen einer Theaterproduktion: Auch beim Gaming müssen Räume gestaltet, Kostüme designed, Charaktere kreiert, Plots entwickelt und in den allermeisten Fällen sogar eine eigene, den Spannungsverlauf unterstützende Musik komponiert werden.
Wer sind die Macher*innen hinter all diesen Prozessen ? Inwiefern nehmen sie selbst sich als Künstler*innen war? Warum ist das gemeinsame Spielen im Theater und in der Oper allgemein als Grundbedingung eines gelungenen Abends anerkannt, beim Gaming aber allzu oft der Grund für das Aberkennen jeglicher künstlerischer Qualität? Was verbindet Gaming und Oper? Und auf welcher künstlerisch-kreativen Ebene können sich die beiden Genres womöglich gegenseitig befruchten?
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