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Linkskatholizismus und soziale Bewegungen in der Bundesrepublik und Westeuropa
mit Prof. Dr. Gerd-Rainer Horn, Institut d'Études Politiques de Paris (Sciences Po)

“Katholischsein” in der Bundesrepublik bedeutete keinesfalls eine außergewöhnlich ausgeprägte Orientierung in Richtung ‘links von der Mitte’. Auch nicht zwischen 1965 und 1989/90.

Und wer die Präsenz und die Durchschlagskraft von sozialen Bewegungen ganz generell im selben Zeitraum unter die Lupe nimmt, kann ebenfalls nicht umhin, zu konstatieren, dass die Bundesrepublik auch in dieser Hinsicht keinesfalls eine führende Rolle einnahm.

Trotzdem war die Bundesrepublik mehr als nur ein Nebenschauplatz. Sowohl was die Lebenswelten katholischer Bundesbürger angeht als auch im Bereich der sozialen Bewegungen ganz allgemein, stand die Bundesrepublik nie im Abseits. Es soll in dem Vortrag daher vor allen Dingen der transnationale Vergleich im Vordergrund stehen. Denn das Vierteljahrhundert nach dem II. Vatikanischen Konzil veränderte die Bundesrepublik und Westeuropa auf nachhaltige Weise.

Gerd-Rainer Horn gilt seit vielen Jahren als einer der profiliertesten Forscher zur transnationalen Geschichte sozialer Bewegungen im Kontinentalwesteuropa des 20. Jahrhunderts. Unlängst wurde sein Buch „The Moment of Liberation in Western Europe: Power Struggles and Rebellions, 1943–1948“ von der Oxford University Press veröffentlicht.

Die DFG-Forschungsgruppe 2973 „Katholischsein in der Bundesrepublik Deutschland. Semantiken, Praktiken, Emotionen in der west-deutschen Gesellschaft 1965 – 1989/90“ Forschungsgruppe analysiert – unter besonderer Berücksichtigung von Semantiken, Praktiken und Emotionen – die Erneuerung katholischer Glaubensformation und -praxis im Kontext der deutschen Gesellschaftsgeschichte von der Mitte der 1960er Jahre (II. Vatikanisches Konzil, Scharnierjahr 1968) bis 1989 (die „Wende“ zur deutschen Wiedervereinigung).
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